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Alpencross 2014, Tag 1 und 2

15. Sep. 14
von TvS

Wie jedes Jahr hat unsere Truppe auch 2014 einen Alpencross geplant, von dem ich hier berichten möchte. Wir hatten uns den September als Reisedatum ausgesucht, weil dieser das beste Wetter in den Alpen verspricht. Dieses hat er leider nicht eingehalten, aber der Urlaub war trotzdem klasse. Hier also der erste Bericht, die weiteren werden die nächsten Tage folgen.

Nachmittags sind wir mit dem Zug in St. Anton angekommen. Als wir aus dem Bahnhof getreten sind, erwartete uns ein ergiebiger Dauerregen. Also direkt alle Regenklamotten angezogen und die 350hm bis zur Konstanzer Hütte absolviert.
Oben angekommen mussten wir feststellen, dass die Hütte sehr voll war und alle Wanderer und Biker ihre nassen Klamotten im Keller aufgehängt haben, so dass kaum noch Platz war sowie kaum eine Chance, dass diese bis morgen trocknen würden. Egal, erstmal das erste Abendessen, ein Bierchen und ins Bett.
Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück direkt in die nassen Klamotten geschlüpft und hinaus in den Schneeregen. Aufgrund eines Kälteeinbruchs hatte sich die Umgebung in der Nacht weiß gefärbt. Es ging über eine Forstpiste ein paar Höhenmeter bis über die Baumgrenze, danach ging der Weg über Kuhwiesen und es wurde ruppig. Dazu wurde der Schnee tiefer und irgendwann wurde es auch noch steil, so dass ab dort Tragen oder schieben angesagt war.
Oben ging der Weg um einen schönen See herum und eigentlich wieder nach unten. Wegen kalter Füße einiger Mitfahrender haben wir aber noch ein paar Höhenmeter auf uns genommen, um in der Heilbronner Hütte eine Pause einzulegen.
Nach einem Kaffee oder auch Kaiserschmarrn ging die Fahrt über schmierigen Schneematsch wieder nach unten. Ein Mitfahrer hat die Gelegenheit gleich genutzt, um sich aus einer Kurve heraus in den Hang zu werfen. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Danach kam aber eine Aktion, die bei nachheriger Betrachtung wohl die dümmste des Urlaubs war: Ein SUV hatte sich auf einem steilen Weg festgefahren. Auf die Frage, ob wir helfen könnten, kam der Fahrer mit der Idee, dass wir uns auf die Ladefläche stellen könnten, um für genug Anpressdruck der Reifen zu sorgen. Gesagt, getan. Es hat auch tatsächlich funktioniert, der Wagen hat sich bergauf in Bewegung gesetzt. Um uns absteigen zu lassen, hat der Fahrer den Wagen angehalten, die Handbremse gezogen und ist ausgestiegen. In dem Moment hat sich der Wagen rutschenderweise bergab in Bewegung gesetzt! Der Fahrer konnte noch reinspringen, der Wagen ist zum Glück dann direkt
rückwärts in den Graben gerutscht und uns ist nichts passiert. Die Straße ging steil und lang bergab, die Situation war wirklich gefährlich und sollte nicht wiederholt werden.. So konnten wir aber alle letztlich darüber lachen.
Nach dem Schreck ging es ruhig den Berg hinunter bis Ischgl. Dort habe ich festgestellt, dass meine Vorderbremse nicht mehr funktioniert hat und entlüftet/neu befüllt werden musste. Da die Läden in Ischgl Mittagspause hatten, haben wir beschlossen, zwei Gruppen zu bilden. Die zweite Gruppe wollte mit der Seilbahn bis auf 2853m und von da aus bis zur Heidelberger Hütte runterfahren. Es kamen allerdings Biker aus der Gondel, die sagten, dass sie direkt wieder heruntergekommen seien, da oben alles vereist sei. Somit war dieser Plan dann gestorben und alle mussten auf Straße bis zur Hütte hochfahren. Nachdem meine Bremse repariert war, ging es dann hoch zur Hütte, zuerst über Straße, danach über eine endlose Forstpiste bis über die Baumgrenze zur Heidelberger Hütte, wo eine warme Dusche und ein zünftiges Hüttenmahl auf uns gewartet haben.


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